Zur Frankfurter Buchmesse 2017 ehrte der Börsenverein die Autorin Margret Atwood für ihr Werk mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin erhielt den Preis in der Paulskirche in Frankfurt am Main überreicht.

In der Begründung erläutert der Stiftungsrat: „Die kanadische Schriftstel­lerin, Essayistin und Dichterin zeigt in ihren Romanen und Sachbüchern immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährli­che unterschwellige Entwicklungen und Strömungen. Als eine der bedeu­tendsten Erzählerinnen unserer Zeit stellt sie die sich wandelnden Denk- und Verhaltensweisen ins Zentrum ihres Schaffens und lotet sie in ihren utopischen wie dystopischen Werken furchtlos aus. Indem sie mensch­liche Widersprüchlichkeiten genau beobachtet, zeigt sie, wie leicht ver­meintliche Normalität ins Unmenschliche kippen kann. Humanität, Ge­rechtigkeitsstreben und Toleranz prägen die Hal­tung Margaret Atwoods, die mit wachem Bewusstsein und tiefer Men­schenkenntnis auf die Welt blickt und ihre Analysen und Sorgen für uns so sprachgewaltig wie lite­rarisch eindringlich formuliert. Durch sie erfahren wir, wer wir sind, wo wir stehen und was wir uns und einem friedlichen Zusammenleben schuldig sind.“

Margaret Atwood führt mit Salman Rushdie seit Mai 2017 eine Kampagne des PEN International an, die verfolgten und von Zen­sur bedrohten Menschen Unterstützung und größere Aufmerksamkeit geben will.

Mit „Der Report der Magd“ und „Oryx and Crake" schrieb sie zwei phantastische Romane mit dystopischem Setting. Das Phantastik-Autoren-Netzwerk freut sich über diese Anerkennung von Atwoods Literatur und gratuliert herzlich!

„PAN ist angetreten, um zu zeigen, wie vielfältig das phantastische Genre ist und dass starke Stimmen vertreten sind. Daher freuen wir uns besonders, dass der Deutsche Buchhandel eine großartige Phantastik-Autorin würdigt", sagt Diana Menschig, die erste Vorsitzende des Phantastik-Autoren-Netzwerks.

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