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Die Phantastik-Szene trauert um eine der ganz Großen aus ihrer Mitte: Ursula K. Le Guin starb am 22. Januar 2018 im Alter von 88 Jahren.

Der „Erdsee“-Zyklus, „Die linke Hand der Dunkelheit“ – Phantastik-Lesenden sind diese Bücher seit Jahrzehnten ein Begriff. In einem Genre, das sich über Helden-Epen und Männlickeitsverehrung definierte, leitete Le Guin die feministische, anti-rassistische Reformation ein und kämpfte für eine offene und tolerante Gesellschaft.

Le Guin erhielt Dutzende Preise für ihre Arbeit, darunter mehrfach den Hugo- und den Nebula-Award. In ihren Büchern wurde die Fantasy und Science Fiction erwachsen und setzte sich mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. Wie begegnen wir einer Gesellschaft, in der Geschlechter nicht festgelegt sind? Wie gehen wir mit individueller Schuld um? Mit Verantwortung?

Die Autorin, die 2000 von der amerikanischen Library of Congress zur „Living Legend“, zur Lebenden Legende erhoben wurde, mahnte Autorinnen und Autoren der Phantastik dazu an, ihre Stimmen zu erheben und den Menschen in einer Welt voller Probleme Alternativen zu unserer jetzigen Lebensweise aufzuzeigen.

Die Stimme von Ursula K. Le Guin wird vermisst werden, denn sie war, laut, leidenschaftlich und wurde gehört. Nun müssen ihr die Autoren unserer Generation nachfolgen und ihre eigenen Stimmen erklingen lassen.

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